Da sich die Zahl der Neuerungen an der Uni Konstanz seit der letzen Folge in Grenzen halten, haben wir uns dieses Mal auf andere Quellen konzentriert. Dabei sind wir über ein paar interessante Meldungen gestolpert, zum Beispiel eine neue Hepatitis C - Therapie, ein Weg zu unbekannten Wein-Geschmackserlebnissen sowie ein Vorstoß aus Kuba & mehreren afrikanischen Staaten zur Bekämpfung von Malaria. Darüber hinaus gibt es einen neuen Beitrag zur Rubrik Studentenfutter, und einen ersten Termin, der für Studieninteressierte relevant sein könnte. Und auch an dieser Stelle nochmal: Vielen Dank an Matthias vom Open Science Radio für das Feature in seiner Folge 8! Viel Spaß beim Zuhören :)
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Sendungsnotizen
Dank ans Open Science Radio für die Erwähnung und die Verbesserungsvorschläge!
Wissenschaftsnachrichten
Neues Hepatitis-C-Medikament in Sicht
- Hepatitis C: keine Impfung, führt häufig zu chronischen Leberschäden
- Virus kommt in verschiedenen Genotypen vor, die nicht alle gleich gut behandelt werden können
- Nachteil der bisherigen Therapie: lange Behandlungsdauer (bis zu einem Jahr), schwerwiegende Nebenwirkungen, schlägt nur bei ca. 75% der Patienten an
- neue Therapie in Phase III der Erprobung, und die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend: guter Behandlungserfolg (78 und 90%, je nach Genotyp), Therapiedauer 3 Monate
Neue Hefekreuzung für die Weinherstellung
- eine Kreuzung aus kommerzieller Weinhefe (Saccharomyces cerevisiae) & S. mikatae verspricht neue Geschmackskombinationen und erhöhte Komplexität von Weinaroma im Vergleich zur klassischen Weinhefe bei ähnlicher Zuverlässigkeit bei der Gärung
Biolarvizide aus Kuba für Malariabekämpfung in Afrika (ZEIT & East African)
- Planung/Bau von Biolarvizidfabriken in Tansania, Nigeria, Ghana & Elfenbeinküste
- Malaria: verursacht durch Plasmodien, übertragen durch Anopheles-Mücken
- Mensch ist nur Zwischenwirt: Teilung der Plasmodien in roten Blukörperchen und Leberzellen => Fieberschübe
- Fortpflanzung der Parasiten in den Mücken => Sporozyten wandern in Speicheldrüse
Co-Evolution!
- Bekämpfung auf mehreren Ebenen: DDT gegen Mücken, Netze gegen Übertragung, Medikamente gegen die Malaria, neu: Biolarvizide
- Bactivec & Griselesf von kubanischer Staatsfirma “Entrepreneurial Group Biological and Pharmaceutical Laboratories”
- enthalten Bacillus thuringiensis & sphaericus und deren Toxine => Freisetzung im Larvendarm
- Bt-Toxine auch bei gentechnisch verändertem Mais
- Probleme:
- könnte auch andere Insekten(larven) schädigen => unklare Nebenwirkungen für Ökosystem => Anthropozän, anyone?
- unklare Effektivit bei unbekannten Brutstätten oder
- WHO besorgt, dass nicht genug in (bei richtiger Anwendung) billige & effektive Netze investiert wird
- Report 2012: nur etwa halb so hohe Ausgaben für Malariabekämpfung wie nötig
- reservierte Empfehlung der Biolarvizide für Städte und nur als Zusatz zu Netzen und Sprays
- Überheblichkeit der entwickelten Länder => grüne Gentechnik, Pharma-Patente, Trockenlegung unserer eigenen Sümpfe (siehe David Blackbourn: Eroberung der Natur) etc., aber Kuba und Afrikanische Staaten für dieses Projekt kritisieren
- ZEIT nennt es “Biowaffe”
Studentenfutter
- Mate-Limo selber machen
- Fortsetzung zur Fertigpizza aus KNS002: ausgerollten Pizzaboden eingefroren vorhalten macht ihn knuspriger
Termine
- Uni:hautnah für Studieninteressierte: 4.-5. Juni, anmelden bis 17. Mai, 50 EUR, Übernachtung inklusive, begrenzte Plätze, Informationen zur Bewerbung, individuelle Beratungsgespräche, Vorlesungsbesuche, Mensa-Test